pro-lamdesgartenschau-vs e.V.

nahm am 8. GEO -Tag der Artenvielfalt 2006 teil .

 Am Samstag den 10. Juni 2006, 10.00 Uhr, Treffpukt: Ringzughaltestelle Eisstadion, waren alle Interessierten herzlich eingeladen, den Oberlauf des Neckars zu erkunden und bei der Erstellung der Artenliste mitzuwirken.

 
     
 

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Einige Wassertiere kamen vorrübergehend in eine kleine Wanne.

 
     
 

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 Bestimmungsbücher waren immer wieder hilfreich.

 
     
 

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Es war gar nicht so leicht, den flinken Frosch zu fangen. Er wurde natürlich sofort nach der Artbestimmung wieder frei gelassen.

 
     
 

Am 10. Juni 2006 fand zum 8. Mal der Tag der Artenvielfalt des GEO-Magazins statt, die Zentralveranstaltung für Deutschland im "Nationalpark Wattenmeer". Die Schirmherrschaft hatte der Bundesumweltminister. Das diesjährige Reportage-Thema war "Artenvielfalt an Küsten, Ufern und im Wasser"

Aber der GEO-Tag ist der Artenvielfalt auf der ganzen Erde gewidmet und somit global ausgeschrieben. Die Internationale Partneraktion war der tropischen Küstenzone, im Biosphärenreservat des Rio Platano in Bruns Laguna in Honduras gewidmet. 

 
     
 

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Das ist nicht der "Rio Platano" in Honduras. Aber die Exkursions-Teilnehmeinnen und -Teilnehmer konnten sich an dieser Stelle in Gedanken leicht dorthin versetzen. Humus-Stoffe färben den Neckar braun, die Wasserqualität ist dennoch sehr gut.

 
     
  Überall auf der Erde waren Laien und Fachleute waren aufgerufen, an diesem einen Tag die Artenvielfalt in und an einem bestimmten Gewässer zu erkunden. Der Verein provs führte die Erkundung am oberen Neckar zwischen Natürlicher und Historischer Neckarquelle durch, eben dort, wo der Neckar im Rahmen der Landesgartenschau 2010 soeben renaturiert wird. Neben frisch ausgebaggerten Fluss-Strecken gibt es schon einige Teilabschnitte, die vor längerer Zeit renaturiert wurden. Am Eisstadion wurde die Gruppe aus Biologen und naturinteressierten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt VS morgens um 10.00 Uhr vom lauten Konzert der Wasserfrösche empfangen. Plattbauchlibellen waren gerade mit der Ei-Ablage im Neckar beschäftigt, braun die Weibchen, metallisch blau die Männchen. Der Beinwell mit seinen großen rauen Blättern, hatte seine violetten Blüten geöffnet und wurde als allgemein bekannte Heilpflanze mit in die Artenliste aufgeschrieben. Ein großer Bestand von Teich-Schachtelhalm versetzte uns in die Zeit der Saurier zurück, als riesige Schachtelhalmwälder wuchsen, die heute in Seinkohle, als Fossilien erstarrt, zu finden sind. Besonders die jugendlichen Teilnehmerinnen haben im und am Wasser viele Tiere entdeckt und für eine kurze Bestimmung und Beobachtung eingefangen, danach natürlich wieder frei gelassen. Dass es im Neckar Muschel gibt, war für viele erstaunlich. Leere Muschelschalen der winzigen Erbsenmuschel waren der Beweis, dann wunden aber noch jede Menge lebende Muscheln gefunden. Am Quellstein der Historischen Neckarquelle war die Artenliste auf 92 notierte Spezies angewachsen. Die Artenliste wurde per e-mail zur Zentral-Veranstaltung für Deutschland am Abend des 10. Juni übertragen.  
     
 

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An den ganz neu gestalteten Abschnitten des Fließgewässers werden Tiere und Pflanzen erst noch einwandern.

 
     
 

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Ausgewachsene Erbsenmuscheln sind so groß, vielmehr so klein, wie die Erdkugel auf der 1-Cent-Münze

 
     
 

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Eine Lupe macht die, zum Teil winzigen, Wasserlebewesen sichtbar und bestimmbar.

 
     
 

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An der Historischen Neckarquelle endete die Exkursion nach zwei Stunden. In dieser Zeit wurden 92 Arten notiert.

 
     
  Weitere Informationen unter www.geo.de/artenvielfalt   
     
     
 

Wir haben den Oberen Neckar erkundet, weil

im Jahr 2010 in Villingen-Schwenningen die Landesgartenschau stattfinden wird. Die Renaturierung des Neckars in Schwenningen und die Renaturierung des Brigach-Ufers in Villingen sind ein wichtiger Teil davon. Auch die 9 kleineren Ortsteile der Stadt VS können ihre Naturschätze präsentieren.

 
     
 
 
     
 
Der Ringzug verbindet das Gartenschaugelände an Neckar und Brigach und überquert dabei die Europäische Wasserscheide Nodrsee/Schwarzes Meer.
 Der Neckar entspringt an seiner "Natürlichen Quelle" im "Schwenningen Moos".
 
     
 
 
     
 
Als sogenannter "Moosbach"
 
     
 
 
     
 
verlässt  er unterhalb der Ersten Neckarbrücke das Naturschutzgebiet. Hier beginnt die Renaturierungs-Strecke.
 
     
 
 
     
 
Den Namen "Neckar" erhält das Fließgewässer mit dem "Tauf-Wasser" aus  der "Historischen Neckarquelle" einen Kilometer weiter flussabwärts. Hier wächst die Gelbe Wasser-Schwertlilie (Iris pseudacorus)
 
     
 
Einige Teilabschnitte des Neckars wurden bereits in den letzten Jahren  renaturiert. Dort hat sich eine große Artenvielfalt  entwickelt:
 
     
 
 
     
 
Die Erbsenmuscheln (Pisidium) sind zwar die kleinsten Süßwassermuscheln Europas. Aber sie filtrieren täglich erstaunlich große Wassermengen und reinigen es dabei gründlich.
 
     
 
 
     
 
Die Wasserläufer (Gerris), auch  "Schlittschuhläufer" genannt, besiedeln in großer Zahl die ruhigeren Teile der Wasseroberfläche des Neckarlaufs direkt beim Eisstadion,
 
     
 
 
     
 
die Schwanenblume (Butomus umbellatus) trägt einen der beiden Wappenvögel von
Villingen-Schwenningen im Namen,
 
     
 
 
     
 
das Pfeilkraut (Sagittaria sagitifolia) entfaltet zwischen den pfeilförmigen Blättern seine weißen Blütenstände,
 
     
 
 
     
 
Stockenten grasen vor dem Quellstein des Neckars,
 
     
 
 
     
 
... und die Hufeisenazurjungfern (Coenagrion puella) schwirren am Reitstall "Bauchenberg" entlang.
 
     
 
Kontakt bei allen Fragen zum GEO -Tag der Artenvielfalt:
Dipl. Biol. Liane Domdey,
Sonderbergweg 23, 78056 VS-Weigheim, Telefon: 07425/327730
e-mail: liane.domdey@t-online.de
 
     
 
Von der Quelle des Neckars zur Nordsee:
 
     
 
proVS grüßt die "Biologische Anstalt Helgoland", das "Alfred Wegener Institut Bremerhaven"( www.awi-bremerhaven.de ) und alle, die am "GEO-Tag  der Artenvielfalt" teilnehmen, mit Helgoland-Fotos vom 17. August 2005.
 
     
 






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Unser wichtigstes Lebensmittel ist das Wasser.
 
     
 
 
     
 
Von der Quelle an sind wir für die das
 
     
 
"Ökosystem Fluss-Meer-Wolken"
 
     
 
verantwortlich!
 
 
"Zwei Flüsse - Eine Stadt": Landesgartenschau 2010 Baden-Württemberg
 
     
 
in Villingen-Schwenningen und 9 Ortsteilen
 
     
  Bei der Landesgartenschau Baden-Württemberg 2010 steht die Renaturierung des bisher verdolten Neckar-Oberlaufs im Mittelpunkt. Die ersten Renaturierungs-Schritte sind bereits unternommen worden. Die ökologisch hochwertigen, bisher isolierten Teilabschnitte werden nun miteinander verbunden. Am 10 Juni werde ich mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern der beiden großen Stadtbezirke Schwenningen und Villingen, sowie der 9 Ortsteile Herzogenweiler, Marbach, Mühlhausen, Obereschach, Pfaffenweiler, Rietheim, Tannheim, Weigheim und Weilersbach, am Neckar eine Bestandsaufnahme machen. Wenn es personell möglich ist, soll die Brigach dazukommen, an deren Ufer ein kleinere Renaturierungsmaßnahme geplant ist. Besonders interessant ist die Lage des Untersuchungsgebietes an der Europäischen Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer und Nordsee. Ein Teil der Fließgewässer auf der Gemarkung der Gesamtstadt (eigentlich ehemals 11 Einzelgemeinden, politisch aber jetzt eine Stadt) entwässert in den Neckar und schließlich in den Rhein, der andere Teil der Fließgewässer in die Brigach und damit in die Donau (Brigach und Breg bringen die Donau zu Weg!)  
     
  Der Neckar entspringt im "Schwenninger Moos", inzwischen FFH-Gebiet, einem Hochmoorkomplex mit einer interessanten Renaturierungs-Geschichte und vielen Veröffentlichungen und wissenschaftlichen Untersuchungen. Dort, wo der Neckar das Moos verlässt, endete bisher das große Interesse des Naturschutzes. Denn der Neckar fließt dann ziemlich bald in ein Rohr und diente Schwenningen als Abwasserkanal . Das wird sich jetzt ändern und das wurde auch schon in den letzten Jahren eingeleitet.  
     
  Das "Schwenninger Moos" schickt aber einen Teil seines Wassers gen Süden. Es versickert weitgehend (Muschelkalk) und tritt in VS-Marbach, in den renaturierten Karst-Aufstoßquellen des Talbachs, mit Trinkwasserqualität wieder zu Tage. Der Talbach mündet in die Brigach.  
     
  Es ist also insgesamt eine Geschichte der Zerstörung, Verdolung, Verschmutzung, Ausbeutung, Renaturierung und Rückgabe an die Natur.  
     
  Ich freue mich darauf, diese am GEO-Tag der  Artenvielfalt zusammen mit allen interessierten Mitgliedern von
www.pro-landesgartenschau-vs.de einzubringen.
 
     
  Dipl. Biol. Liane Domdey